Und täglich stirbt ein Huhn

Ich wohne in einem Komplex, der aus 4 Häusern besteht, die von eine hohen Mauer umgeben sind. Alles ist neu gebaut und so sieht es noch nach Baustelle aus, obwohl auch schon die ein oder andere Blume gepflanzt wurde. Seit ca. 3 Wochen sind in die noch freien Häuser Mieter eingezogen. Ca. 8 Männer, arabischer Herkunft, zwischen Anfang zwanzig und ca. sechzig Jahren alt. Sie treiben Handel mit Töpfen und Geschirr, nutzen die Häuser auch als Lager. Den ganzen Tag herrscht reges Treiben, Autos kommen, werden beladen, fahren wieder los. So ab 17 Uhr kehren alle heim und kurz darauf parken bis zu 7 Autos im relativ kleinen Hof.

Abends ist dann reger Verkehr zwischen den beiden Häusern, lautstarke Unterhaltungen prägen das Zusammensein. Es gibt eine junge Frau, die am Tage sauber macht, Wäsche wäscht und immer wieder das Tor aufmacht, wenn eins der Autos kommt. Kochen tun die Männer allerdings selbst. Am Abend wird hinterm Haus eine Feuerstelle angefacht und ein Rost aufgelegt. Kurz drauf hört man in der Regel ein Auto kommen und ein junger Mann steigt aus mit einem lebenden Huhn. Aha! Es gackert noch.

Kurz drauf ist das Huhn geschlachtet und liegt auf einer Pfanne überm Feuer. Kochen können sie, es riecht immer sehr lecker. Aber fast jeden Tag Huhn, darauf hätte ich keine Lust.

ein glückliches Huhn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.